Vier Tage im Cheetah Conservation Fund: Die Geparden Namibias brauchen unsere Hilfe

Erstellt am 20. Oktober 2011 von katharinawyss
CCF cheetah run © wyss

Junge Gepardin beim morgendlichen Renntraining im CCF

Mit der 4. und 5. Klasse der Waldorf School Windhoek reisten wir vier Tage im Oktober an einen ganz besonderen Ort in Namibia, zum CCF, dem Cheetah Conservation Fund. Wenige Kilometer vom Waterberg Plateau entfernt, hat Dr. Laurie Marker kurz nach der Unabhängigkeit Namibias ab 1990 den CCF mit Informations-, Forschungs- und Ausbildungszentrum sowie Krankenstation für den Schutz des schnellsten Landtieres der Welt aufgebaut – den Gepard. Drei Tage lang dreht sich für die Schüler alles um diese faszinierenden Tiere, die auf der Liste der weltweit gefährdeten Tierarten stehen. Der CCF hat sich auf seine Fahnen geschrieben, die Population der Geparden zu schützen.

Das wichtigste Instrument dabei ist die Aufklärung und Schulung von Farmern, die heute die größte Bedrohung der Tiere sind. Rund 300 Geparde werden von Farmern jährlich abgeschossen, meist aus Unkenntnis über ihren Lebenswandel, ihre Speisekarte und ihr Jagdverhalten. Es leben weltweit nur noch 10 000 Geparde, in Namibia davon allein 4000. Dr. Laurie Marker hat mit ihrem Team einen einfachen und praktischen Weg zum Schutz der Geparde gefunden und mit diesem Wissen, wenden sie sich an alle Farmer. Der CCF züchtet den Anatolischen Hirtenhund, der von seinen ersten Lebenswochen an mit Ziegen und Schafen aufwächst. Er beschützt seine Herde ein Leben lang und ist der beste erprobte Schutz gegen Raubtiere. Der CCF gibt die auf ihre Aufgabe vorbereiteten junge Hunde für wenige Namibische Dollar an die Farmer weiter.

Auf dem Gelände des CCF leben 54 Geparde. Es sind alles Waisen. Da ihre Mütter erschossen wurden, werden sie nie jagen lernen können und verbringen somit ihr Leben, mit Hilfe des CCF, geschützt in ihrer natürlichen Umgebung.

Wir haben u.a. gelernt, dass die Großkatzen eine Geschwindigkeit von 110 km/h für kurze Strecken erreichen, in einem Sprung eine Distanz bis zu 7 m zurücklegen, sie ein ausgezeichnetes Sehvermögen mit bis zu 5 km haben, eine spezielle Membran ihre Augen bei schnellem Tempo schützt, sie bis zu neun Jungen pro Wurf haben, in Rudeln leben, nur 2 kg Fleisch pro Tag benötigen und excellente Jäger mit einer Erfolgsquote von 50% sind. Sie essen ihre Beute, im Gegensatz zu Leoparden, nicht auf Bäumen, sondern direkt nach dem Fang und lassen anschließend noch viel übrig für andere Tiere, wie z.B. Hyänen, Schakale und Löwen.

Im CCF-Camp, wo in einfachen Bungalows und Zelten Schulklassen übernachten können, fühlten sich unsere 36 Kinder rundum wohl und gut betreut und wollen am liebsten bald wieder hinfahren.

Helft mit, dass die Geparden und Menschen in friedlichem Miteinander auf unserem Planeten leben und übernehmt eine Patenschaft für ein Gepardjunges oder einen Anatolischen Hirtenhund des CCF.

Mehr Informationen sind in der umfangreichen Ausstellung über Geparde direkt im Infocenter des CCF, 40 km entfernt von Otjiwarongo, zu finden oder auf der Webseite www.cheetah.org, mit ausführlichem Filmmaterial und Link zur Aktionsgemeinschaft Artenschutz e.V., über den die Spenden aus Deutschland zum CCF gelangen.

CCF Waldorf School WindhoekAnatolischer Hirtenhund

Anatolische Hirtenhundwelpen spielend in ihrem Ziegengehege

Weitere Links in deutscher Sprache: http://www.welt-der-katzen.de/wildekatze/gepard/gepard.html

> zum Artikel in der Allgemeinen Zeitung (Namibia)

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